[für die deutsche version runter scrollen]
The Zeche Zollverein Industrial Complex is probably the best-known landmark in Essen. Contrary to what I expected, surprisingly little has been published about the soundscape at this former mining site.
My own acoustic experiences on site related to the industrial nature and the unique architectural reflections in the mixing plant of the Zollverein coking plant at the exhibition Survivors by photographer Martin Schöller. I had recorded the sound here for an Arte documentary when the exhibition opened with Angela Merkel and was able to admire the press photographers’ shutter releases with high delay times.
I had long harboured the desire to devote myself to another architectural work, the escalator that leads to the Ruhr Museum at Zollverein. This is the longest free-standing escalator in Germany and, with its unique colour, also one of the most striking.
You can hear what it sounds like in this video:
I was particularly fascinated by the sound of the handrail, a witness to countless touches. It tells of a multi-layered drone, interrupted by small, almost electric-sounding zaps and accompanied, crescendo-like, by a mysterious hiss. Is it the moaning of a hidden brush that tirelessly erases the traces of the past?
[german version]
Welterbe Zeche Zollverein ist vermutlich der bekannteste Ort in Essen. Vor diesem Hintergrund ist erstaunlich wenig über die Klangwelt an diesem ehemaligen Industrieort veröffentlicht worden.
Meine eigenen akustischen Erfahrungen vor Ort bezogen sich auf die Industrie Natur und die einzigartigen architektonischen Reflektionen in der Mischanlage der Kokerei Zollverein bei der Ausstellung Survivors des Fotografens Martin Schöller. Für eine Arte Dokumentation hatte ich hier den Sound aufgenommen als die Ausstellung mit Angela Merkel eröffnet wurde und konnte das Hallen der Auslöser der Pressefotografen bewundern.
Schon lange hekte ich den Wunsche mich einem anderen architektonischen Werk zu widmen, der Rolltreppe, die zum Ruhr Museum auf Zollverein führt. Dieses ist die längste frei stehende Rolltreppe Deutschlands und mit ihrer einzigartigen Farbe auch eine der auffälligsten.
Wie sie klingt, könnt Ihr in diesem Video hören:
Mich hat vor allem das Handgeländer, ein Zeuge unzähliger Berührungen, fasziniert mit seinem Sound. Es erzählt von einem vielschichtigen Dröhnen, unterbrochen von kleinen, fast elektrisch klingenden, Zaps und crescendo-artig begleitet das von einem geheimnisvollen Rauschen. Ist es das Stöhnen einer versteckten Bürste, die unermüdlich die Spuren der Vergangenheit verwischt?
